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Lehren und Lernen durch Selbermachen – MakerEDU entwickelt Fortbildungsmaterialien zu Maker Education im ländlichen Raum

Das Projekt MakerEDU stellt pädagogischen Fachkräften Fortbildungsmaterialien online zur Verfügung, um Maker Education zu stärken.

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Das Projekt MakerEDU stellt pädagogischen Fachkräften Fortbildungsmaterialien online zur Verfügung, um Maker Education und handlungsorientierte Medienarbeit im ländlichen Raum zu stärken.

Making und Maker Education – Was ist das eigentlich?

Kinder kommen als kleine Forscher*innen und Macher*innen auf die Welt. Sie sind voller Neugier und möchten die Dinge um sich herum verstehen. Making und Maker Education sowie handlungsorientierte Medienarbeit setzt genau bei diesem entdeckend-forschenden Lernen an.

Wie beim „Do it Yourself“ (DIY) geht es beim Making (abgeleitet von „to make“) um das Selbermachen, bei dem jede*r mitmachen kann. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Making setzt den Fokus jedoch im Besonderen auf das kreative Schaffen mit digitaler Technik und einfacher Elektronik. Es wird getüftelt, experimentiert, gebastelt und programmiert. Neben Schere, Papier, Hammer und Nagel werden digitale Werkzeuge, wie 3D-Drucker, Lasercutter und Einplatinencomputer verwendet.

Seit ein paar Jahren hat Making als Methode zur Wissensvermittlung unter dem Begriff Maker Education auch Einzug in die Pädagogik gehalten. Maker Education ist ein offener und fächerübergreifender Lernansatz, der in Schulen, Bibliotheken oder außerschulischen Kinder- und Jugendeinrichtungen Anwendung findet. Es geht darum, durch das (gemeinsame) Experimentieren mit digitalen und analogen Tools das selbstständige und kritische Denken zu fördern, sich mit der eigenen Umwelt auseinanderzusetzen und zu Kooperieren. Diese Kompetenzen werden neben digitalem Wissen zukünftig immer wichtiger. Durch Ausprobieren und Anfassen finden Kinder anschaulich und spielerisch Antworten auf Fragen. Fehler zu machen, ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Pädagogische Fachkräfte im ländlichen Raum erreichen

Der recht junge Ansatz der Maker Education hat in den letzten Jahren viel Zuspruch in den pädagogischen Einrichtungen Europas vor allem in urbanen Räumen gefunden. Es gibt natürlich auch für pädagogische Fachkräfte im ländlichen Raum Möglichkeiten, sich fortzubilden. Allerdings müssen hierfür oft weite Wege in die nächstgelegene Großstadt und höhere Kosten in Kauf genommen werden. Darüber hinaus ist die Dichte der Innovationsstruktur meist gering und das Konzept Making oft nicht bekannt. MakerEDU hat sich zum Ziel gesetzt, pädagogische Fachkräfte aus dem ländlichen Raum durch praktische und einfach zugängliche Fortbildungsmaterialien online zu erreichen. Hierfür wird den Fachkräften theoretisches Wissen zu Maker Education, praktische Unterrichtseinheiten und eine Hilfe zum selbstständigen Aufbau eines Raums für Maker-Aktivitäten an die Hand gegeben. Interessierte pädagogische Einrichtungen und Pädagog*innen haben so die Möglichkeit, sich selbstständig und unkompliziert Maker Education anzueignen.

Die MakerEDU Projektergebnisse.

Lehren und Lernen mit Kopf, Hand und Herz

Lehren und Lernen durch Selbermachen, wobei Kopf, Hand und Herz im selben Maße teilhaben, ist die Grundlage unserer Onlinefortbildungsmaterialien, welche als Download im PDF-Format zur Verfügung gestellt werden. Neben einem theoretischen Fortbildungshandbuch, gefüllt mit Wissen zu Maker Education, und praktischen Unterrichtseinheiten zu Making-Aktivitäten, wird es einen Anforderungskatalog mit Raumnutzungskonzept zum eigenständigen Aufbau eines Makerspaces geben. Ein Makerspace ist eine mit digitalen und analogen Tools ausgestattete Werkstatt, in der Maker Education durchgeführt wird.

Das zeit- und ortsunabhängige Online-Fortbildungsangebot richtet sich an pädagogische Fachkräfte aus Kita, Schule, Berufsschule, Bibliotheken sowie Kinder- und Sozialeinrichtungen. Es berücksichtigt dabei in seinen praktischen Anleitungen sowohl die Vorerfahrung der Lernenden (verschiedene Schwierigkeitsstufen) als auch die teilweise eingeschränkten finanziellen und personellen Möglichkeiten der Akteure zum Aufbau eines Makerspaces im ländlichen Raum. 

Gesellschaftliche und digitale Kompetenzen stärken

Das Lernen und Leben im Kontext zunehmender Digitalisierung und das kritische Reflektieren werden künftig integraler Bestandteil unserer Gesellschaft sein. Maker Education, d.h. die Vermittlung sämtlicher technischen, kognitiven, sozialen und kreativen Fähigkeiten, die uns den Zugang zu traditionellen und digitalen Tools und Medien ermöglichen, kann hier einen wertvollen Beitrag zu einer sinnstiftenden Teilhabe in der digitalen Welt leisten. Makerspaces und Making- Aktivitäten sind gute Möglichkeiten, die die Förderung der aktiv gestalterischen Kompetenzen, den Zugang zu und die Nutzung von (digitalen) Technologien und sozialer Interaktion bewusst miteinander verbinden.

In a Nutshell

MakerEDU kurz und knapp: Interessierte pädagogische Fachkräfte starten ihre Online-Fortbildung beim eigenen Wissenstand. Ein Lernstartpunkt wird nicht vorgegeben. Wer noch keine Erfahrung mit Maker Education hat, fängt vermutlich mit dem theoretischen Backgroundwissen an. Wer sich mit dem Thema Lehren und Lernen durch Making bereits befasst hat und eher nach kreativen Ideen zur praktischen Anwendung sucht, wird bei den Unterrichteinheiten fündig. Genauso ist es möglich, sich gleich zu Beginn mit dem Aufbau eines Makerspaces und deren Anforderungen zu befassen. Pädagogische Fachkräfte bauen sich Schritt für Schritt ihr Wissen um Making und Maker Education auf, erweitern ihre Kenntnisse und Fähigkeiten und setzen diese im besten Fall in der eigenen Einrichtung um.


Mehr über das Projekt gibt es unter www.makeredu.info


 

 

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