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Lässt sich ein Schwerpunktgebiet durch mobilen Journalismus dynamisieren?

Höhepunkte des Austauschs zwischen den Partnern des EU-Projekts „Rural stories“ in Sainte-Foy-la-Grande

[Übersetzung : EPALE Frankreich]

Im Rahmen des Projekts „Rural stories“ kamen die Partner im Juli 2022 in Sainte-Foy-la-Grande zu einer Schulungswoche zusammen. Während dieser Woche nahmen die Projektteilnehmer an Kursen über Journalismus teil, setzten all das Gelernte in die Praxis um und überdachten vor allem die Methoden des Journalismus in ländlichen Gebieten. Hier stellen wir einige Höhepunkte dieser Woche vor.

Anlässlich des Festivals Les Réclusiennes startete das Team des Projekts „Rural stories“ ein einwöchiges Schulungsprogramm für ländlichen Journalismus. Mit Unterstützung des in Sainte-Foy-la-Grande ansässigen Vereins Coeur De Bastide und in Verbindung mit dem Festival Les Reclusiennes durchstreiften die Teilnehmer die Gegend auf der Suche nach kulturellen und künstlerischen Aufhängern für Reportagen und Interviews.

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Influencer, Projektmanager, Leiter von Kulturzentren.... Teilnehmer aus verschiedenen Sektoren mit unterschiedlichen Funktionen kamen in Sainte-Foy-la-Grande zusammen, um eine Woche lang unter der Anleitung von drei erfahrenen Mentoren realen Journalismus zu erlernen und darüber nachzudenken, wie man Journalismus als Motor für die Dynamik einer Region nutzen kann.

In diesen Tagen konzentrierten sie auf folgende Methoden:

  • Welche Ausrüstung ist für einen professionellen Journalisten unerlässlich?
  • Welche Kompetenzen sind notwendig, um als professioneller Journalist zu arbeiten?
  • Wie lassen sich soziale Netzwerke nutzen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen?
  • Wie stellt man in einem Interview die richtigen Fragen?
  • Wie vermarktet man seine Arbeiten?
  • Wie verändert sich der Beruf durch Digitalisierung?

Nach Schulungen und Brainstorming-Sitzungen beließen es die Teilnehmer nicht bei der Theorie; sie wurden aufgefordert, jeweils ein eigenes Videointerview zum Thema „Rural Stories“ = Geschichten aus dem ländlichen Raum zu führen.

Interviews: Worauf man achten sollte

Der Unterschied zwischen Interviews in der Praxis und der Theorie wurde bei den praktischen Sitzungen deutlich. Einige Schwierigkeiten, mit denen die Teilnehmer während der Vorbereitung nicht gerechnet hatten, zeigten sich erst nach und nach. Wie geht man vor, wenn die Befragten die ihnen gestellten Fragen nicht beantworten? Wie kann man unterbrechen und im richtigen Moment das Thema wechseln? Dies sind alles Probleme, auf die ein professioneller Journalist bei jedem Interview stoßen kann, und nur durch Erfahrung kann man diese Schwierigkeiten nach und nach überwinden und professioneller werden.

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Journalist auf dem Land: Was Sie nicht wissen

Das Wissen, das man normalerweise über einen Journalisten hat, ist sein Name am Ende eines Zeitungsartikels oder im Abspann eines Videos. Doch hinter den Kulissen eines Videointerviews gibt es viele Dinge, von denen wir nichts wissen.

Der Prozess, das Thema für ein Interview festzulegen, einen Interviewplan zu erstellen, vor Ort Filmmaterial zu sammeln, das Material zu filtern und zu bearbeiten und das Video des Interviews zu veröffentlichen: All diese Schritte sind nicht so einfach, wie man denkt.

Als Journalist auf dem Land muss man außerdem in der Lage sein, lokale Phänomene und Probleme durch eine gute Beobachtungsgabe zu erkennen und sich gleichzeitig schnell in die lokale Bevölkerung zu integrieren, um möglichst realistische und relevante Antworten zu erhalten.

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Neue professionelle Journalisten

Der interessanteste Aspekt dieser Fortbildungstage war, dass es sich nicht um einen einseitigen Wissenstransfer handelte, sondern um einen freien Austausch von Ideen mit der Möglichkeit zur praktischen Umsetzung.

Die frühere Berufserfahrung der Teilnehmer unterstützte sie in verschiedenen Richtungen bei ihrer Journalismusausbildung und vermittelte ihnen auch eine andere Perspektive auf den ländlichen Journalismus. Als Berufsanfänger wird ihnen der Austausch von Ideen und Gedanken helfen, schneller voranzukommen.

Der Austausch beschränkte sich aber nicht nur darauf, denn die drei Berufsjournalisten lernten auch viel dazu, sei es über den Interviewstil, die Ausrüstung oder Postproduktionstechniken. Dieser Austausch ermöglichte es ihnen, ihren Beruf aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

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"Rural Stories“ = Die Geschichte geht weiter ...

Die fünf Schulungstage waren kurz und es war klar, dass es nicht möglich war, sich in so kurzer Zeit alle Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, aber das hielt alle Teilnehmer nicht davon ab, nachzuforschen, zu lernen und sich als professionelle Journalisten auf dem Land weiterzuentwickeln. Was sie in dieser Zeit gelernt haben, wird sie sicherlich auch weiterhin begleiten und ihnen ermöglichen, in Zukunft relevantere Geschichten aus ländlichen Gebieten zu erzählen. Die Lektionen, die sie in dieser Zeit gelernt haben, werden sie sicherlich weiterhin begleiten und ihnen ermöglichen, in Zukunft noch bessere Geschichten zu erzählen.

„Rural Stories“ ist ein Erasmus+ Projekt im Bereich der allgemeinen und beruflichen Ausbildung, das ländliche Gemeinden dabei unterstützt und schult, bürgernahe, kollaborative, partizipative und unabhängige digitale Medien zu schaffen und zu betreiben, um Gebiete im ländlichen Raum aufzuwerten.

Die Unterstützung der Europäischen Kommission für die Erstellung dieser Publikation stellt keine Billigung ihres Inhalts dar, für den allein die Autoren verantwortlich sind, und die Kommission kann nicht für die Verwendung der darin enthaltenen Informationen haftbar gemacht werden.

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