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Wie ist der Einfluss von Weiterbildung ... auf die Umwelt zu reduzieren?

Wie können Weiterbildungsanbieter*innen ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren? Darüber wurde Ende 2019 auf der 5. Nicht-Konferenz der Ausbilder*innen in Estland gesprochen. Die Gerade weil man mit Weiterbildungsangeboten viele Zielgruppen erreicht, müssen wir gründlich schauen, wie man diese umweltfreundlicher gestalten kann.

Lesedauer circa vier Minuten – Lesen, liken und kommentieren!

Originalsprache: Estnisch


Heute muss man wahrscheinlich niemanden mehr überzeugen, dass umweltbewusstes Handeln vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit von wesentlicher Bedeutung ist. Deshalb wurde die estnische Nicht-Konferenz der Ausbilder*innen 2019 im Zeichen des Themas Umwelt organisiert, um das Umweltbewusstsein von Erwachsenenbildner*innen zu schärfen. An der Diskussion „Umweltbewusstsein von Ausbildenden und Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Weiterbildung“ nahmen Fachkräfte des Bereichs Erwachsenenbildung aus vielen Branchen teil, wodurch die Betrachtung des Themas aus vielen verschiedenen Blickwinkeln möglich war. Während der sachlichen und intensiven Diskussion wurden wesentliche kritische Aspekte zu Umweltschutz in der Weiterbildung festgehalten. Mit derselben Intensität wurden auch eventuelle Lösungsansätze für die erwähnten Probleme gesucht.

Um die Welt zu verbessern, muss man bei einem selbst anfangen. Erst die persönliche Entscheidung eines jeden von uns, umweltfreundlich zu handeln, ermöglicht uns das gewünschte Gesamtziel zu erreichen – ein saubereres und gesünderes Lebensumfeld. Solch eine persönliche Entscheidung setzt jedoch Bewusstsein und Reflektion über das Thema voraus. Aus diesem Grund  haben gerade Erwachsenenbildner*innen und diejenigen, die im Bereich der Weiterbildung tätig sind, das größte Potenzial, Veränderungen anzustoßen. Wir Erwachsenenbildner*innen haben einen großen Vorteil gegenüber Vertreter*innen anderer Bereiche, da wir einen direkten und persönlichen Kontakt zu vielen Mitgliedern der Gesellschaft haben.

Umwelteinfluss der Weiterbildung

Viele Angebote der Weiterbildung sind weder umweltfreundlich noch nachhaltig. Sie sind so, weil sie „schon immer so waren“. Aber wenn man darüber nachdenkt und die Angebote etwas kritischer betrachtet, gibt es viele Aspekte, in denen Weiterbildungen einen kleineren ökologischer Fußabdruck und umweltbewusstere Teilnehmer hinterlassen könnte.

Während der Diskussion auf unserer Nicht-Konferenz wurden die wichtigsten Bereiche festgelegt, in denen Ausbilder*innen und Organisator*innen Weiterbildungen umweltfreundlicher gestalten könnten. Das umfasst zum Beispiel die Wahl von Schulungsräumen, Transportmitteln, Abfallentsorgung, Verpflegung und Trinkwasser sowie weitere Besorgungen, die im Zusammenhang mit Weiterbildungsangeboten gemacht werden.

Mit der Änderung beginnen

Auf der Nicht-Konferenz haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden ein Problem-Mapping gemacht, das die bedeutendsten Umweltfaktoren bei der Durchführung von Weiterbildungen aufzeigt, aber auch die möglichen Lösungsansätze, die jeder von uns verfolgen kann:

Ökologischer Fußabdruck Weiterbildungen

Und obwohl sich im Laufe der Diskussionen alle einig darüber waren, dass wir nicht in jeder Situation umweltfreundlich handeln können, können wir dennoch alle bestimmte Situationen hinterfragen. zum Beispiel, wie die Teilnehmenden den Veranstaltungsort mit den öffentlichen Transportmitteln erreichen können; oder, ob als Trinkwasser Leitungswasser verwendet werden kann; oder, ob Teilnehmende ihre persönliche Wasserflasche mitnehmen könnten; oder auch, ob die Raumtemperatur etwas niedriger gedreht werden darf und ob Schilder und Materialien wiederverwendet werden können.

Zur Durchführung umweltfreundlicherer Veranstaltungen wurde vom Naturhaus Tartu [Tartu Loodusmaja] eine Anleitung ausgearbeitet. Die ausführliche Anleitung gibt einen Überblick über die wesentlichen zu beachtenden Umweltfaktoren bei der Durchführung von Veranstaltungen. Sie enthält viele unterschiedliche Beispiele dafür, wie umweltfreundlich Veranstaltungen gestaltet werden können sowie eine Checkliste zur Durchführung solcher Veranstaltungen

Umweltfreundliches Handeln einer Gesellschaft setzt eine Änderung der Einstellungen eines Jeden voraus und ist daher eng mit der alltäglichen Arbeit der Erwachsenenbildner*innen und Ausbilder*innen verbunden. Erwachsenenbildner*innen erreichen eine sehr große Zielgruppe und haben dadurch die Gelegenheit, das Bewusstsein vieler zu erweitern und aufzufrischen. Obwohl Umweltprobleme ein kritisches Thema sind, gibt es keinen Grund zur Panik, denn große Veränderungen kann man schon im Kleinen anstoßen. Somit können wir alle schon heute etwas tun, um ein gesünderes und besseres Lebensumfeld für uns und zukünftige Generationen zu schaffen.

Im folgenden Video können Sie sich die Diskussionen der Nicht-Konferenz der Ausbilder darüber ansehen, wie Weiterbildungen umweltfreundlicher sein können [ET]:  


Über die Autorin: Veronika Tuul ist Ausbildungsdesignerin, Ausbilderin und EPALE-Botschafterin. Als Praktikerin interessiert sie sich für die Erweiterung der Möglichkeiten des Lernens anhand von Technologien in der beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie deren professioneller Entwicklung.


Lesen Sie hierzu auch:

Wie man Umweltbildung inklusiver gestalten kann

Soziale Verantwortung von Unternehmen – Stärkung der Umweltverantwortung am Arbeitsplatz

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