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Blog

Kompetenzen sichtbar machen und nutzen: das ESF-Projekt „Zukunftswege gestalten“

14/08/2019
by Chantal PIERLOT
Sprache: DE

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Projekthintergrund

Wir lernen nicht nur in der Schule, sondern auch im Berufsleben, auf einer Weiterbildung, in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, über Hobbies und Interessen ...

Doch die Kompetenzen, die man außerhalb des Schulsystems erwirbt, werden nirgends festgehalten oder zertifiziert. Sie sind nicht sichtbar, obwohl sie in der Berufswelt oft eine wichtige Rolle spielen. Besonders für Menschen ohne formalen Berufsabschluss kann dies zu Problemen führen. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Know How und das, was sie können. Werden sie arbeitslos, können sie auf dem Arbeitsmarkt leicht übersehen oder unterschätzt werden. Menschen, deren ausländisches Diplom nicht anerkannt werden konnte, haben keine handfesten Dokumente, um ihr Können zu belegen. Aber auch Wiedereinsteiger und Arbeitnehmer, die sich beruflich umorientieren möchten, stehen oft vor der Frage: Was kann ich alles? Und wo könnte ich meine Kompetenzen einsetzen und ausbauen?

  

Neue Wege

Vor diesem Hintergrund forderte der Rat der Europäischen Union in seiner Empfehlung vom 20.12.2012 die Mitgliedstaaten auf, Anerkennungssysteme für informell und nicht-formal erworbene Kompetenzen zu schaffen. Ziel ist es, die vorhandenen Kompetenzen sichtbar zu machen und anzuerkennen. Auf dieser Basis sollen sich Ausbildungswege verkürzen und/oder sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

  

Unterstützung bei der Gestaltung der beruflichen Laufbahn

Mit dem Projekt „Zukunftswege gestalten“ möchte die Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien die berufliche Weiterentwicklung der aktiven Bevölkerung fördern. Es richtet sich an Menschen, die eine berufliche Veränderung anstreben, ihren Arbeitsplatz sichern möchten, eine Beschäftigung suchen und/oder ihre Kompetenzen anerkennen und ausbauen wollen.

Demnach stehen folgende Angebote zur Verfügung:

  • Information und Beratung zu Aus- und Weiterbildungen

Professionelle Weiterbildungsberater helfen Menschen, eine für sie passende Weiterbildung zu finden und unterstützen sie, Ihre berufliche Laufbahn zu gestalten.

  • die eigenen Stärken und Kompetenzen ermitteln mit den ProfilPASS-Workshops

Die ProfilPASS-Workshops richten sich an Erwachsene, die noch keine Klarheit über Ihre berufliche Zukunft haben und sich erstmal über ihr ganz persönliches Kompetenz-Spektrum bewusst werden möchten. In den Workshops setzen sich Teilnehmer intensiv mit ihrer bisherigen Berufs- und Lebenserfahrung auseinander. Anhand der ProfilPASS-Methode erarbeiten die Teilnehmer ihr eigenes Kompetenzprofil und dokumentieren darin ihre Stärken. Dieser Kompetenznachweis ist ein wichtiger Schritt für den beruflichen Wiedereinstieg, eine Umorientierung, Bewerbung oder eine Weiterbildung.

  • berufliche Kompetenzen anerkennen lassen

Hier sind Menschen ohne Berufsabschluss angesprochen, die sich über Berufserfahrung viele Kompetenzen in einem bestimmten Beruf angeeignet haben. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre beruflichen Kompetenzen in einem Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes (ZAWM) unter Beweis zu stellen und in Form von Kompetenzbescheinigungen anerkennen zu lassen. Die fachlichen Kompetenzen werden dort überprüft und bei Erfolg werden sie mit einer Kompetenzbescheinigung oder einem Zertifikat offiziell anerkannt. Menschen, die viel können, aber nicht über entsprechende Diplome verfügen, verbessern so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

  

„Zukunftswege gestalten“ ist ein Projekt des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Ansprechpartnerin im Ministerium der DG: Christina Schimanski - christina.schimanski@dgov.be - Tel. +32 (0)87 789 650

  

/de/file/obzukunftswegebroschurea5rz01webpdfBroschüre "Zukunftswege gestalten"

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