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Blog

KEUR ESKEMM – temporäre Orte, Orte der Volksbildung

26/07/2019
by David LOPEZ
Sprache: DE
Document available also in: FR EN RO

[Translation (French-English) : EPALE France)]

 

Im Jahr 2015 gründete in Rennes einen Handvoll Menschen das Haus des Austausches bzw. KEUR ESKEMM, wie es in einer Mischung aus Wolof und Bretonisch heißt. Maxime LECOQ, einer der Gründer und derzeitigen Koordinator des Verbandes, sowie Fransez POISSON von der Ligue de l'enseignement d'Ille et Vilaine, ebenfalls einer der Gründer, erzählen diese Geschichte seit 4 Jahren. Gleich zu Beginn wurden LAPs (Laboratoires Artistiques Populaires) geschaffen. Dreißig Menschen, junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30 Jahren, hielten für 6 Monate in temporäre Orte Einzug, die von der Gemeinde oder Trägern von Sozialwohnungen geliehen werden.

 

Während der 6 Monate schaffen die verschiedenen Akteure (Arbeitslose, Studenten, Menschen in Eingliederung, Migranten,...) durch eine als Kollektiv organisierte Vorgehensweise Räume für Diskussionen, Schulungen, Ausstellungen, Initiativen und Installationen. Parallel dazu veranstaltet der Verein KEUR ESKEMM künstlerische Workshops, um die Fähigkeiten der Teilnehmer weiter zu entwickeln und ihre Teilnahme an einem Nachfolgeprojekt vorzubereiten, bei dem ein neuer kollektiven Ort geschaffen wird.

 

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WER SIND DIE PARTNER?

Mission locale, Universität Rennes 2, das AROEVEN der Bretagne, die Gemeinde. Diese Partner sind in der Auswahlphase der Teilnehmer anwesend und begleiten anschließend sowohl den praktischen als auch den theoretischen Teil des Projekts. Die Gemeinde RENNES hat gerade eine Vereinbarung zur Unterstützung von KEUR ESKEMM und der Laboratoires Artistiques Populaires unterzeichnet. Zum Zeitpunkt der Gruppenzusammenstellung ist der Grundgedanke der, eine sozial vielfältige Gruppe zu bilden, bei der die Motivation, das Interesse und die Verfügbarkeit, die (temporär) vorhanden sind, im Vordergrund stehen. Die Räumlichkeiten sind geliehen. So ist es beispielsweise für das kommende Jahr denkbar, Wohnungen in einem sozialen Brennpunkt der Stadt angeboten zu bekommen.

 

WELCHE FÄHIGKEITEN? WELCHE VALIDIERUNGEN ODER ANERKENNUNGEN?

Zunächst wurden weder die Fähigkeiten noch die Anerkennung formalisiert. Auf Wunsch einiger Teilnehmer wurden Empfehlungsschreiben verfasst. Im Rahmen einer Studie an der Universität wurde später ein Verzeichnis der Fähigkeiten erstellt (siehe beigefügten Artikel). Angesichts der Tatsache, dass die laufenden Lehrgänge Ausbildungen in künstlerischen Praktiken, aber auch Ausbildungen in Kunstpolitik sind, gewinnt die Anerkennung zunehmend an Bedeutung. Damit stehen sowohl die Pädagogik des Projekts als auch der Erwerb transversaler Fähigkeiten auf dem Spiel.

ZUGANG ZU DEN RESSOURCEN DES LAP-PORTFOLIOS

KANN EIN TEMPORÄRER ORT EIN ORT DER VOLKSBILDUNG SEIN?

Der Gründung von KEUR ESKEMM und der LAPs ging der Wunsch voraus, in einem Alter, in dem die Identitätsbildung an Bedeutung gewinnt, Räume der Freiheit zu erfinden. Die Volljährigkeit ist auch der Moment, in dem man Arbeit finden, seine Ausbildung vertiefen und beginnen möchte, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. So ist der temporäre Ort ein Raum des Übergangs, ein Zwischenraum, in dem jede und jeder die Freiheit hat, zu innovieren, Dinge zu kreieren, etwas zu erfinden.

Es ist auch ein Ort des bürgerschaftlichen und sozialen Engagements, wo eine sensible und kreative Reflexion über Politisierung erfunden wird. Jedoch nicht aus der stark institutionalisierten Perspektive der Politik, sondern als Stärkung der Bürgerbeteiligung.

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Schließlich sind temporäre Orte Räume der Freiheit am Rande von Institutionen, in denen Räume der noch größeren Freiheit erträumt werden können, in denen der Lernende, der Einzelne, im Mittelpunkt steht. Im Grunde genommen ist es lediglich eine Form der Volksbildung.

KONTAKT : Maxime Lecoq. Projekt Koordinator für Keur Eskemm.

7, Quai Chateaubriand. 35000 Rennes - Frankreich

coordination@keureskemm.fr

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Leiter des Sektors Europa & International der Ligue de l'enseignement und thematischer Koordinator (Nicht formales und informelles Lernen) EPALE Frankreich .

 

 

 

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