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Europeana: Kulturschätze für das lebenslange Lernen

EPALE bat Milena Popova, Managerin für Geschäftsentwicklung bei der Europeana-Stiftung, uns mehr über die Europeana – die digitale EU-Plattform für das Kulturerbe – und deren Bedeutung für das lebenslange Lernen zu erzählen.

Dieser Beitrag ist eine Übersetzung aus dem Englischen.

EPALE bat Milena Popova, Managerin für Geschäftsentwicklung bei der Europeana-Stiftung, uns mehr über die Europeana – die digitale EU-Plattform für das Kulturerbe – und deren Bedeutung für das lebenslange Lernen zu erzählen.

 

Eine äußerst umfangreiche Ressourcendatenbank

Es ist allseits unbestritten, dass der Wert unserer Zukunft stark mit der Qualität unserer Ausbildung zusammenhängt. Lernen und insbesondere lebenslanges Lernen bringen nicht nur mehr wirtschaftliche Möglichkeiten mit sich, sondern sind auch für unser allgemeines Wohlbefinden und unsere persönliche Weiterentwicklung unerlässlich. In unserem arbeitsreichen Berufsalltag streben wir stets nach Wissen und suchen oft nach einem schnellen und idealerweise kostenfreien Zugang zu vertrauenswürdigen und ansprechenden Lernquellen.

Hier kommt die Europeana ins Spiel – die europäische Plattform für das digitale Kulturerbe, die jedermann überall zur Verfügung steht, um sie zu erkunden und von ihr zu lernen. Sie bietet kostenlosen Online-Zugang zu mehr als 50 Millionen digitalisierten Objekten aus über 3 700 Museen, Archiven, Bibliotheken und Galerien aus ganz Europa. Ihre Sammlungen umfassen eine riesige Vielfalt an Inhalten aus 43 Ländern und in 23 verschiedenen Sprachen zu den unterschiedlichsten Themen und Medien, darunter Kunstwerke, Fotografien, Modedesigns, 3D-Bilder, Karten, Zeitungen und vieles mehr. Rund 20 Millionen dieser digitalen Aufzeichnungen sind frei lizenziert und können in kreativen Projekten sowie Bildungsprojekten kostenfrei wiederverwendet werden.

Europeana Collections Screenshot

Screenshot Europeana.eu, CC-BY-SA Europeana

Lernende aller Altersgruppen können sich an einzigartigen Inhalten zu ihrem jeweiligen Interessengebiet in verschiedenen Formaten erfreuen. Sie können die Europeana-Sammlungen nach Farben, Menschen, Zeitabschnitten und Themenbereichen oder kuratierten Ressourcen durchsuchen, von Online-Ausstellungen und Galerien bis hin zu thematischen Sammlungen wie z. B. Erster Weltkrieg, Kunst, Musik, Mode, Fotografie und vieles mehr. In virtuellen Ausstellungen werden spannende Geschichten mit visuell ansprechenden kulturellen Inhalten verbunden, sodass die Betrachter durch eine jahrhundertealte Art und Weise – das Erzählen von Geschichten – ganz mühelos lernen. Sehen Sie sich zum Beispiel die Jugendstil-Ausstellungen an, die die Schönheit und den Reichtum des Jugendstils aus historischer Perspektive zeigen.

 

Europeana und lebenslanges Lernen

Europeana hat auch mit etablierten Partnern zusammengearbeitet, um eine breite Palette an digitalen Ressourcen für das lebenslange Lernen zu entwickeln, von E-Books und offenen Online-Kursen bis hin zu professionellen Online-Diensten, die sowohl für interessierte Laien als auch für Fachleute nutzbringend sind. In Zusammenarbeit mit Apple, EUROCLIO und Europeana hat die belgische Geschichtspädagogin Gwen Vergouwen das Multi-Touch-Buch World War I: A Battle of Perspectives erstellt und veröffentlicht. Dieses interaktive Buch ist kostenlos, zweisprachig (Englisch und Niederländisch) und beschäftigt sich mit vier Hypothesen für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs anhand von Quellen aus Europeana. Es wurde von 15- bis 65-jährigen aus der ganzen Welt heruntergeladen.

 

WW I: A Battlefield of Perspectives

 

Multi-Touch-Buch ,World War I: A battle of perspectives’, CC-BY-SA Europeana

 

Ein weiteres Beispiel ist der kostenlose Online-Kurs, der von der KU Leuven im Rahmen des Projekts Europeana Space entwickelt wurde, um digitale kulturelle Inhalte kreativ für Forschungs-, Bildungs- und Designprojekte wiederzuverwenden. Dieser englischsprachige Kurs dauert acht Wochen und ist für ein breites Teilnehmerspektrum geeignet: Schüler/Studenten oder Pädagogen, die sich für das Kulturerbe interessieren, Fachleute aus der Kulturbranche, Entwickler oder einfach nur Kulturerbe-Begeisterte ohne fachliche Vorkenntnisse.

Wer sich für Geschichte und Wissenschaftsgeschichte interessiert, kann die Online-Bildungsplattformen Historiana und InventingEurope nutzen. In Letzterer wird in zahlreichen virtuellen Rundgängen und Ausstellungen der Entstehung Europas anhand bahnbrechender wissenschaftlicher und technologischer Neuerungen nachgegangen. InventingEurope unterstützt Lernende ebenfalls durch einen speziellen Bildungsbereich mit Lernmaterialien und Aufgaben zu artverwandten Objekten aus den Europeana-Sammlungen. Historiana ist eine Initiative von EUROCLIO , die zusätzliche gesamteuropäische Ressourcen für Geschichtslehrer und Schüler/Studenten bereitstellt, darunter innovative digitale Tools, kuratierte Minisammlungen und Lernaktivitäten mit Europeana-Inhalten. Historiana hat kürzlich während der Brüsseler Woche des lebenslangen Lernens (20.-24. November 2017) den LLL Award 2017 (Preis in der Kategorie Lebenslanges Lernen) gewonnen. Mit dem Preis wurden die Historiana eLearning Environments als Beispiel für bewährte Verfahrensweisen im Bereich Bildung und innovative Pädagogik ausgezeichnet.

Im Jahr 2018 feiern wir das Europäische Jahr des Kulturerbes und den zehnten Jahrestag der Gründung von Europeana. Bei diesen beiden großen Anlässen wird das digitale Kulturerbe als Teil des Alltagslebens der Menschen und insbesondere als ungenutzte Lernquelle für Jung und Alt in den Mittelpunkt gestellt. Unabhängig davon, ob Sie nur wissbegierig sind oder ein berufliches Interesse an Kultur haben, lädt Europeana Sie ein, ihre Sammlungen zu erkunden und alle von Ihnen entwickelten digitalen Lernressourcen mit kulturellen Daten zu teilen.

 

Kontakt

Um mehr zu erfahren und über die Aktivitäten und neuen Ressourcen von Europeana auf dem Laufenden zu bleiben, melden Sie sich für den Newsletter an oder treten Sie dieser LinkedIn-Gruppe bei. Sie können auch einen Diskussionsbeitrag leisten, indem Sie #EuropeanaEducation auf Twitter folgen oder eine E-Mail an reuse@europeana.eu senden.


Milena Popova ist die Leiterin des Teams Re-use bei Europeana, das sich eine verstärkte Wiederverwendung digitaler kultureller Inhalte in der Bildung und der Kreativwirtschaft zum Ziel gesetzt hat. Sie ist verantwortlich für den Aufbau von Vertriebspartnerschaften mit diversen Netzwerken (von innovativen Labors und Start-up-Hubs bis hin zu Bildungsverbänden und Verlagen). Darüber hinaus betreut sie die Förderung und Einführung von Dienstleistungen für Gründungen bei Europeana (Geschäftsherausforderungen, Kofinanzierung) und das Wachstum der marktspezifischen Communities (Europeana Labs und Europeana Education).

 

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