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EPALE

E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

 
 

Blog

EPALE-Zusammenfassung: Schwerpunkt im Oktober auf Projekten und Partnerschaften

03/01/2019
von Rumen HALACHEV
Sprache: DE
Document available also in: EN FR IT PL ES

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Cooperations and partnerships

 

Gina Ebner, thematische Koordinatorin bei EPALE, reflektiert über einige der auf EPALE veröffentlichten Inhalte zum Thema Projekte und Partnerschaften.

 

Kaum zu glauben, dass der Oktober schon zu Ende ist. Als ob das nicht schon genug wäre, werden wir bereits mit Weihnachtsgeschenkempfehlungen, Dekorationen und anderem weihnachtlichen Kitsch überhäuft. Um diesem Horror zu entkommen, blicken wir auf einige der Höhepunkte unseres Oktober-Themas Projekte und Partnerschaften zurück.

Meine Kollegin Aleksandra Kozyra untersuchte die Vorteile von Zusammenarbeit und Partnerschaften und entdeckte ein ausgezeichnetes Beispiel in den nordischen und baltischen Ländern, wo Kooperationsstrukturen zwischen Volkshochschulen gepflegt und entwickelt wurden. Irland dient als Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit das Mitspracherecht der Lernenden fördern und lernerzentrierte Ansätze unterstützen kann. Es ist klar, dass Erasmus+ (und sein Vorgänger Grundtvig) viele Partnerschaften in ganz Europa aufgebaut und damit enorm zur Innovation in der Erwachsenenbildung beigetragen hat. Ein hervorragendes Beispiel in Belgien – Le Monde des Possibles – zeigt den Zusammenhang zwischen Finanzierung, Zusammenarbeit und Innovation.

Paul Guest beschrieb die Herausforderungen der Terminologie bei der Diskussion über europäische Werkzeuge. Basierend auf den Erfahrungen einer Peer-Learning-Veranstaltung, bei der Komplementaritäten zwischen Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR), dem Europäischen Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) und der Initiative der Europäischen Kommission für Weiterbildungspfade untersucht wurden, betonte er die Notwendigkeit, die Terminologie für die Praxis sinnvoll zu gestalten. Wie im obigen Beispiel hob er auch das Erfordernis hervor, den Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen und eine echte Einbeziehung zu ermöglichen. Schließlich plädierte er für einen stärkeren Austausch von Informationen und Ideen zwischen politischen Akteuren und Praktikern, die in der Erwachsenen-, Gemeinschafts- und allgemeinen Bildung auf nationaler und europäischer Ebene arbeiten.

Paula Guimarães analysierte in ihrem Artikel einige der Herausforderungen, vor denen die Erwachsenenbildung in Portugal steht. Sie erklärte, dass es immer noch an Beteiligung mangele, obwohl es Initiativen im Bereich der Erwachsenenbildung gebe, wie die Iniciativa Novas Oportuidades. Aufgrund mangelnder Kohärenz, nicht konsequent verfolgter Ansätze und der Betonung formaler Programme waren sie nicht erfolgreich genug. Paula betonte dann, dass die Erwachsenenbildung in Portugal kein wirklich anerkannter Beruf ist, der relevante Auswirkungen haben kann.

Andrew McCoshan stellte die Ergebnisse eines Workshops zur längerfristigen Mobilität junger Menschen in der beruflichen Bildung vor – ein Ziel des Programms Erasmus+. Er skizzierte die Herausforderungen für die jungen Lernenden – von finanziellen Fragen bis hin zum Kulturschock gibt es eine Reihe von Hürden zu überwinden. Ebenso sind Arbeitgeber, sowohl als Unternehmen, das Arbeitnehmer entsendet, als auch als Unternehmen, das Arbeitnehmer aufnimmt, mit Fragen wie Qualität, Finanzierung, Beherbergung usw. konfrontiert. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, formulierte der Workshop eine Reihe von Empfehlungen.

Ein sehr konkretes Beispiel der Arbeit mit erwachsenen Lernenden stellte Diane Gardner vor – Citizen Literacy entwickelt Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Tutorenschulungsmaterial und digitale Lernressourcen, um Erwachsenen das Lesen und Schreiben beizubringen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verwendung eines synthetischen phonischen Systems, das einen systematischen und strukturierten Ansatz verfolgt, um mit Hilfe der Phonik Lese- und Schreibfertigkeiten zu vermitteln. In den Kursen, die für Erwachsene mit schwerwiegenden Alphabetisierungsproblemen konzipiert sind, lernen die Teilnehmer lesen und schreiben, indem sie Phoneme zu Wörtern zusammenfügen. Der Kurs kann sehr gut mit Hilfe einer Smartphone-App-Struktur unterstützt werden, bei der der Lernende phonologisches Bewusstsein gewinnt, indem er zuhört, liest, schreibt und spricht, wobei er die vielen nützlichen Werkzeuge der App wie Sprach- und Schreiberkennung verwendet. Wenn Sie an diesem Ansatz interessiert sind, nehmen Sie Kontakt mit dem Team auf, es besteht großes Interesse an Zusammenarbeit über ganz Europa hinweg!

Markus Palmén führte uns schließlich in eine ganz andere, aber sehr zukunftsorientierte Richtung. Er hinterfragte den CO2-Fußabdruck von Erasmus+, und in der Tat gibt es eine Menge zu beachten. Wir alle kennen Mobilitätsprojekte – sie bringen bereits eine große Zahl von Menschen in ganz Europa in Bewegung. Aber auch bei strategischen Partnerschaften gibt es in der Regel eine Reihe von Partnerbesprechungen, die eine Reise durch Europa erfordern. Er plädiert für Überlegungen darüber, wie das Programm seine Wirkung verbessern könnte. Ein zweiter Artikel geht dann noch einen Schritt weiter und gibt konkrete Ideen und Tipps, wie man Projekte ökologischer gestalten kann (zusammengestellt von der Umweltorganisation ECOS). Angefangen mit einer vorwiegend online ausgeführten Arbeit bis zur Wahl der Unterkunft in der Nähe des Besprechungsortes, von der Bevorzugung von Zügen und Bussen, wann immer möglich, bis hin zu vegetarischen Mahlzeiten, es gibt viel zu tun!


Gina Ebner ist die Generalsekretärin des Europäischen Verbands für Erwachsenenbildung und auch thematische Koordinatorin für die Unterstützung von Lernenden bei EPALE.

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