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EPALE-Zusammenfassung: Schwerpunkt im Januar auf Kunst- und Kulturvermittlung

Themenkoordinator Markus Palmén blickt auf einige unserer Blogbeiträge aus dem Januar zurück, die sich mit Kunst- und Kulturvermittlung befassen.

EPALE January Summary

 

Themenkoordinator Markus Palmén blickt auf einige unserer Blogbeiträge aus dem Januar zurück, die sich mit Kunst- und Kulturvermittlung befassen.

 

Nach zwei Jahren Unterbrechung wurde für 2018 wieder ein Thema für ein „Europäisches Jahr“ ausgerufen – das „Europäische Kulturerbejahr“.

Vor diesem Hintergrund widmete EPALE den Januar Erkenntnissen und bewährten Praktiken im Bereich von Kunst- und Kulturvermittlung.

In ihrem Blogbeitrag „Europeana: Kulturschätze für das lebenslange Lernen“ stellte Milena Popova, Managerin für Geschäftsentwicklung bei der Europeana-Stiftung, die Europeana vor, die digitale EU-Plattform für das Kulturerbe. Mit mehr als 50 Millionen digitalisierten Objekten aus europäischen Museen, Bibliotheken und Archiven ist die Europeana ein Füllhorn für das gemeinsame kulturelle Erbe des gesamten Kontinents, das frei online zugänglich gemacht wird.  Die angebotenen Inhalte reichen von Zeitungen und Fotografien bis hin zu Kunstwerken. Doch die Europeana dient nicht nur als Archiv, sondern auch als Lernquelle. Die Entwickler des Portals arbeiteten mit Organisationen und Unternehmen aus dem Bildungsbereich zusammen, um auf Grundlage der umfassenden, durch die Europeana bereitgestellten Materialien MOOCs (offene Massen-Online-Kurse) und E-Books bereitzustellen.

Themenkoordinator Simon Broek interviewte den Kulturerbeexperten Jaap van Lakerveld über den Beitrag „Heritage and learning“ (Kulturerbe und Lernen). Der Begriff „Kulturerbe“ bezieht sich auf die physischen Spuren von Geschichte und Kultur, die etwa aus Monumenten, Nationalparks, Museen oder sogar ganzen Städten bestehen können. Van Lakerveld betonte, dass Kulturerbe nicht nur ein Lernthema darstellt, sondern auch eine Lernumgebung. Die Anbieter von Kulturerbe bestätigen dies und gehen immer mehr dazu über, nicht nur über einen bestimmten Ort zu informieren, sondern ihren Besuchern ein Erlebnis zu bereiten, das auch den Erwerb von gesellschaftlichen Kompetenzen sowie sprachlichen oder handwerklichen Fertigkeiten beinhalten kann.

EPALE interviewte Friederike Fankhänel über ihren LongRead-Beitrag „The importance of cultural heritage for lifelong learning“ (Die Bedeutung des Kulturerbes für das lebenslange Lernen). Fankhänel, Museumspädagogin am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, sieht Museen als flexible Lernumgebungen:

… Ausstellungen sind als nichtlineares Medium sehr flexibel für verschiedene Lernumgebungen anwendbar: Man kann sich die Inhalte im eigenen Tempo ansehen und dabei seinen eigenen Weg wählen, sich selbst Gedanken dazu machen oder die Inhalte in Gruppen ansehen und darüber diskutieren …

Fankhänels Museum trägt auch in hohem Maße zu den Sammlungen der Europeana bei, die in Milena Popovas Blogbeitrag vorgestellt wird. Fankhänel empfiehlt ihren Kollegen in ganz Europa dringend, nachzuziehen und Museumssammlungen digital verfügbar zu machen:

Um in Zeiten […] des digitalen Lernens und der knappen Bildungsetats nicht an Bedeutung zu verlieren, wird es für alle kulturellen Einrichtungen immer wichtiger, digitalisierte Inhalte zugänglich und sichtbar zu machen.

In einem weiteren LongRead-Beitrag, „Heritage in action for lifelong learning and vice versa“ (Lebendiges Kulturerbe für lebenslanges Lernen und umgekehrt) von Henrik Zipsane, wird die Geschichte einer schwedischen Kulturerbestätte, eines Freiluftmuseums, erzählt, das zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wurde. Das Projekt wird im Februar 2018 abgeschlossen. Ziel des „Jämtli New Village“ ist es, interkulturelle Bande zwischen den dort zur Miete lebenden Flüchtlingen, der Belegschaft und den Besuchern des Museums zu knüpfen. Die grundlegende Erkenntnis, auf dem dieses innovative Projekt fußt, lautet: „Jeder hat das Recht, Kulturerbe zu schaffen.“

Zudem reflektierte auch die finnische Politikerin Sirpa Pietikäinen (MdEP und Mitglied der EVP) in ihrem Blogbeitrag „Being European is part of me, but it is not all I am“ über das Europäische Kulturerbejahr. Eine einzige europäische Identität existiere nicht, schrieb Sirpa Pietikäinen. Vielmehr seien die Europäer in ihrer Vielfalt vereint – eine Familie aus unterschiedlichen Mitgliedern. Ein gemeinsamer Bildungsplan für lebenslanges Lernen, der von der EU entwickelt und finanziert wird, würde zwischen den Mitgliedern dieser Familie zu mehr Verständnis führen, schrieb Pietikäinen.


Markus Palmén ist Journalist, Autor und Produzent für audiovisuelle Inhalte sowie Freiberufler. Seit August 2017 ist er bei EPALE Themenkoordinator für Politik. Acht Jahre lang war Markus Chef vom Dienst und Chefredakteur des European Lifelong Learning Magazine.
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