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Ein Botschafter für EPALE, ein Botschafter für Europa!

Ein Botschafter zu sein ist eine besondere Sache. Es gibt Boschafter für Königreiche, Kinderhilfswerke, Botschafter der Eleganz oder Anne-Frank-Botschafter. Und es gibt Botschafter für EPALE.

Für Europa

Ein Botschafter zu sein ist eine besondere Sache. Es gibt Boschafter für Königreiche, Kinderhilfswerke, Botschafter der Eleganz oder Anne-Frank-Botschafter. Als EPALE-Botschafter hat man es erstmal schwer, denn jeder fragt dich: EPALE? Eine Automarke? Ein neuer Energiedrink? Eine Inselgruppe im Pazifik? Wir sollten es anders betrachten. Wir sind Botschafter für Europa. Diese Nachricht sollte immer wieder verbreitetet werden: Europäer gehören zusammen.

Der Anfang

Wenn ich so zurückdenke, hatte ich mein europäisches Ur-Erlebnis 1995. Damals war ich gerade zwei Jahre bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der Akademie Klausenhof, angestellt. Als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit habe ich auch Recherche- und Bildungsseminare für junge Journalisten/-innen ins damals noch fast unbekannte Polen organisiert. Ich habe ein Porträt über den Künstler Marian Kołodziej geschrieben, der als Untergrundkämpfer das KZ Auschwitz überlebt hat. Nach dem Krieg wurde er ein bekannter Bühnenbildner, hat aber nie über seine KZ-Erfahrungen gesprochen. Doch 1995 schuf er wie aus dem Nichts einen höchst eindrucksvollen Zyklus, der jetzt in Auschwitz als Dauerausstellung zu sehen ist.

Auf gute Nachbarschaft

EPALE-Botschafter Michael Sommer
Europa ist eben mehr als Bürokratie oder Brexit. Wir sind Nachbarn, die eine gemeinsame Geschichte und gemeinsame Werte teilen. Deshalb mache ich seit 2004 neben der Öffentlichkeitsarbeit im Klausenhof dort auch europäische Projekte, vor allem im Medienbereich.

European InfoNet Adult Education

Ich habe 2005 das Netzwerk „European InfoNet Adult Education“ aufgebaut und danach neun Jahre lang gemanagt. Das Netzwerk bestand aus Redakteuren und Redakteurinnen von Zeitschriften der Erwachsenenbildung und anderen Medienleuten aus fast allen europäischen Ländern. Wir haben eine Onlineplattform aufgebaut, auf der wir fortlaufend journalistische Berichte über die Erwachsenenbildung in Europa veröffentlicht haben. Das Netzwerk wurde aus dem Lifelong-Learning-Programm gefördert. Leider gibt es diese Netzwerkförderung bei Erasmus+ nicht mehr. InfoNet war quasi der Vorgänger von EPALE. Außerdem bin derzeit verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Erwachsenenbildung“ der katholischen Erwachsenenbildung Deutschland KEB und Co-editor vom „European Lifelong Learning Magazine ELM“ der finnischen Stiftung für lebenslanges Lernen.


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