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„Digitale Weiterbildungsrevolution“: Wer sorgt für die nötige Verschränkung von IT- und EB-Expertise?

03/07/2019
by CONEDU Austria
Sprache: DE

Der Bereich der Online-Bildung wird zu einem maßgeblichen Teil durch große IT-Unternehmen wie Google und YouTube geprägt – so ein Befund aus dem Monitor Digitale Bildung der Bertelsmann Stiftung. Digitales Lernen geschieht zu ca. 80% informell – kurze, problem- und handlungsorientierte Wissensangebote dominieren. Wenn Menschen online nach Lerninhalten suchen, so tun sie das in erster Linie themen- und problemorientiert, weniger nach Anbietern oder Bildungsmarken. „Viele der Befragten erinnerten sich nicht daran, von welchem Anbieter die jeweils abgerufenen Lern- oder Wissensinhalte stammten", so Studienautor Ulrich Schmid in einem Blogbeitrag.

IT-Organisationen haben online die Nase vorn

IT-affine Organisationen scheinen auf die „digitale Weiterbildungsrevolution" besser vorbereitet als klassische Erwachsenenbildungseinrichtungen. Professionell aufbereitete Lernvideos und Inhalte kommen häufig von IT-Unternehmen oder SpezialistInnen – und nicht von traditionellen EB-Anbietern. „Google und Co. laufen den etablierten Akteuren den Rang ab", formuliert es Ralph Müller-Eiselt, Leiter des Programms Megatrends der Bertelsmann-Stiftung und Betreiber des Blogs digitalisierung-bildung.de. Dabei könnten die Angebote von IT-Unternehmen häufig von erwachsenenbildnerischem Spezialwissen profitieren.

Ein großer Teil der Erwachsenenbildung verschläft die digitale Wende

Verschläft die Erwachsenenbildung gerade eine wichtige Entwicklung? Ja, sagt Müller-Eiselt: „Vor allem in Volkshochschulen und bei öffentlich geförderten Angeboten dominieren weiterhin klassische Präsenzkurse." Auch Ulrich Schmid sieht traditionelle Anbieter in der Pflicht: „Wenn Weiterbildungsanbieter auch künftig als eigenständige Bildungsmarken wahrgenommen werden möchten, müssen sie sich dringend profilieren." Es gilt also, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten.

Was tun? Kooperationen bilden, didaktisches Know-How einbringen

Ein Schlüssel zum Erfolg könnte in der aktiven Suche nach Kooperationen mit PartnerInnen aus der IT-Branche liegen. Während diese über Expertise im digitalen Bereich verfügen, können traditionelle EB-Einrichtungen ihr didaktisches Know-How und ihre Erfahrung mit erwachsenen TeilnehmerInnen einbringen. Im Idealfall entstehen dabei Inhalte, die speziell für die erwachsene Zielgruppe didaktisiert sind und von dieser gut aufgefunden werden. Auch Beratungstätigkeiten für ProduzentInnen von Online-Inhalten, die über keinen erwachsenenpädagogischen Background verfügen, sind ein mögliches Betätigungsfeld für ErwachsenenbildnerInnen im digitalen Zeitalter. Dieser Ansatz mag ungewohnt sein, ist aber allemal lohnend.


Weitere Informationen:


Text/Author of original article in German: Karin Kulmer/CONEDU (link is external)

Redaktion/Editing of original article in German: Birgit Aschemann/CONEDU (link is external)

Bild: Pixabay License, https://pixabay.com (link is external)

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1 - 2 von 2 anzeigen
  • Bild des Benutzers Dagmar Wenzel
    ... zum Tun! Mut ist eine wichtige Ausgangsbasis, um neue Dinge auszuprobieren. Es bedarf aber auch einiger Ressourcen. Kontakte zwischen IT und Erwachsenenbildung sind eher selten. Benötigt wird Zeit, um Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Auf Idealismus entstehen schon einige Projekte, die aber kaum jemand sieht. Die Akquise neuer Zielgruppen muss durch eine gute Marketingstrategie begleitet werden. Das angestammte Publikum der öffentlich geförderten Erwachsenenbildung besucht Präsenzkurse, weil das ein ihm gemäßes Format ist.
    Idealismus ist ein guter Start, aber für die Verstetigung wird neben einer guten Infrastruktur Personal, Zeit benötigt. Es wird endlich Zeit, die öffentlich geförderte Erwachsenenbildung für die Digitalisierung finanziell auszustatten. Es wird aber auch Zeit, dass sich Interessierte zusammensetzen und das spannende Feld einer Kooperation von IT und Erwachsenenbildung ausloten. Ja, genau. Machen ist besser als nicht machen: Wann treffen wir uns und wo?
  • Bild des Benutzers Maximilian Welter
    ... zum "how"! Ich glaube, wir brauchen in der EB mehr Mut, Dinge auszuprobieren und umzusetzen. Dabei könnten wir von den "Großen" Lernen und uns von den Erfahrungen anderer Branchen inspirieren lassen. Das Wissen darüber wird bereits geteilt und ist abrufbar. Wir könnten uns damit sogar Fehler sparen und neue, eigene machen. Und die könnte sich dann wieder jemand anders sparen. Aber selbst in den paar Zeilen meines Kommentares steckt noch zu viel Konjunktiv. Um es mit Fränzi Kühne von TLGG zu sagen: Machen ist besser als nicht machen!