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EPALE

E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

 
 

Blog

Digital Skills Map - Plattform für europäische Projekte zu digitalen Kompetenzen

17/09/2019
von Maximilian Welter
Sprache: DE

Lesedauer circa vier Minuten - Lesen, liken, kommentieren!


„Wir wissen heute noch nicht, was wir morgen wissen müssen.“ In einer zunehmend digitalen Welt werden neue und andere Fertigkeiten und Kompetenzen benötigt als noch vor einigen Jahren; Berufe und Tätigkeiten wandeln sich grundlegend. Die berufliche Aus- und Weiterbildung (VET) ist zentral, um Menschen auf die sich verändernden Arbeitsbedingungen und beruflichen Anforderungen von morgen vorzubereiten. Ebenso wird sie sich selbst durch die digitale Transformation verändern.

Überall in Europa werden auf regionaler Ebene Strategien für den Umgang mit der digitalen Transformation entwickelt und erprobt – lokale Akteure, vor allem in urbanen Regionen, sind dabei von zentraler Bedeutung. Das Ziel der Plattform Digital Skills Map ist es, lokales Know-how zur Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu sammeln, aufzubereiten und Akteuren aus Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und anderen Interessierten aus ganz Europa zur Verfügung zu stellen.

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Digital Skills Map
Über die Darstellung von Ergebnissen, Erkenntnissen und Erfahrungen aus Good-Practice-Projekten kann der Transfer dieses Wissens in andere europäische Regionen erleichtert werden. Verschiedene Akteure haben auf diese Weise die Möglichkeit, sich über Ansätze und Modelle zu informieren, Ideen daraus zu übernehmen und anschließend an ihre lokalen Gegebenheiten anzupassen und umzusetzen. Der europaweite Austausch von Strategien und Wissen zur Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ermöglicht die Entwicklung eines gemeinsamen europaweiten Verständnisses davon, welche Kompetenzen für eine digitale Arbeitswelt überhaupt wichtig sind, künftig benötigt werden und wie diese entwickelt werden können.

Auf der Plattform finden sich bereits mehr als 30 Projektbeispiele aus Finnland, Spanien, Portugal, Polen, Griechenland, den Niederlanden, Belgien und Deutschland, die sich mit unterschiedlichen Zielgruppen und Herausforderungen befassen: Von Initiativen, die sich für digitale Inklusion und die Vermittlung digitaler (Grund-)Kompetenzen einsetzen, über die Qualifizierung von jungen Gründer*innen im Themenbereich Datensicherheit, die Erarbeitung innovativer Lehr-Lern-Konzepten für und mit Erwachsenenbildner*innen bis hin zur Förderung der Lernortkooperation zwischen Berufsschulen und Betrieben im Bereich der dualen Ausbildung 4.0.

Wie funktioniert die Digital Skills Map?

Auf einer interaktiven Europakarte werden die Projekte und Modelle zu digitalen Kompetenzen nach Standorten angezeigt. Über die Suchfunktion kann nach Schlagworten, Projektnamen und Kategorien (wie Organisation oder Zielgruppe) gesucht werden. Unter der Rubrik „Projekte“ werden alle Einträge, die aus einem Kurzsteckbrief und Bild bestehen, übersichtlich dargestellt. Über die Angaben zur Projektwebsite und zum Projektträger kann sich zudem detaillierter informiert oder die Projektteams direkt kontaktiert werden.

Wer hat die Digital Skills Map initiiert?

Das Land Berlin gestaltet und finanziert die Digital Skills Map im Rahmen der EU-Städteagenda und wird dabei von seinen europäischen Partnerinnen und Partnern unterstützt. Die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales ist seit 2017 Mitglied der Partnerschaft „Jobs and Skills in the Local Economy” im Rahmen der EU-Städteagenda.

Zu Berlins europäischen Partnerinnen und Partnern gehören hierbei die Generaldirektion Beschäftigung der Europäischen Kommission und das Städtenetzwerk EUROCITIES, Griechenland, die Städte Porto und Rotterdam sowie URBACT. Zum Partnernetzwerk gehört auch das Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop).

Im Rahmen der Städteagenda sollen Wachstumspotenziale von Städten optimal genutzt und Herausforderungen gemeinsamer effektiver angegangen werden. Ein europäischer Wissensaustausch im Bereich der Beschäftigungspolitik sowie eine Verbesserung der Gesetzgebung auf verschiedenen Ebenen gehören ebenso zu den Zielen der „Jobs and Skills in the Local Economy“. Berlin bringt darin sein Wissen zu Arbeitswelt 4.0 auf europäischer Ebene ein (https://www.berlin.de/sen/arbeit/top-themen/digitalisierung-und-arbeit-4-0/).

Die Leitidee hinter der Gestaltung von Arbeit 4.0 lautet: „Menschen sind wichtig, Technologie dient“. Das bedeutet auch, gute und faire Beschäftigung in einer digitalisierten Arbeitswelt zu ermöglichen.

Wie werde ich Teil der Digital Skills Map?

Die Plattform für den europäischen Wissensaustausch lebt von der breiten Beteiligung vieler Akteure und von der Bereitschaft, Erfahrungen aus innovativen Projekten zu teilen! Bei Fragen zur Plattform oder dem Wunsch, ein bestimmtes Projekt der Digital Skills Map hinzuzufügen, können Vorschläge einfach an digiskillsmap@senias.berlin.de geschickt werden. 

Ein Redaktionsteam, bestehend aus Mitarbeitenden der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und der k.o.s GmbH sichtet und moderiert die Veröffentlichung von Projekten.


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Über den Autor: Maximilian Welter ist Referent für Organisations- und Personalentwicklung bei der k.o.s GmbH in Berlin. Als DIN ISO 29990 Fachauditor und KODE®-Berater beschäftigt er sich seit Jahren intensiv mit Fragestellungen des selbstorganisierten und organisationalen Lernens in Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Er ist zudem Botschafter für EPALE Deutschland.


Lesen Sie hierzu auch:

Informelle Lernräume in Einrichtungen der Erwachsenenbildung – oder: Lernen und Arbeiten in Zeiten des digitalen Wandels

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1 - 4 von 4 anzeigen
  • Bild des Benutzers Maximilian Welter
    Ja, du hast recht. Das hat mit der speziellen Zielstellung der "Urban Agenda for the EU" zu tun. Die Map bedient vor allem das Ziel "better knowledge". Hier der Link zur Seite der Urban Agenda: https://ec.europa.eu/futurium/en/node/1829 
  • Bild des Benutzers Tino BOUBARIS
    Die digitalen Kompetenzen in Räumen außerhalb der Ballungszentren werden dann hoffentlich an anderer Stelle beschrieben und verbreitet... ich denke da zum Beispiel an Hochschulen der mittelständischen Wirtschaft wie der PHWT in Diepholz und Vechta, die in erheblichem Maße zur Entwicklung der digitalen Kompetenzen in vielen Betrieben der Region und damit zur Standortsicherung beiträgt.
  • Bild des Benutzers Maximilian Welter
    Über die Trennung von Ballungszentren und ländlichem Raum bzw. wieso sich digitale Kompetenzen in beiden Räumen unterscheiden (sollen), könnten wir auf jeden Fall auch einmal diskutieren! 
  • Bild des Benutzers Tino BOUBARIS
    Habe ich es richtig verstanden, dass die digital skills map vor allen Dingen Projekte in Städten und Ballungsräumen adressiert?