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Bamberger Forum 2018: Lehrvideos als digitale Unterstützung in der Präsenz- und Onlinelehre

10/12/2018
von Lena Neumeyer
Sprache: DE

Lesedauer: 4 Minuten

Beitrag verfasst von Theresa Höppler und Lena Neumeyer


Das diesjährige Bamberger Forum für Erwachsenenbildung und Weiterbildung fand am 24.11.2018 zum Thema Digitalisierung statt. Die Teilnehmenden konnten Arbeitsgruppen besuchen, die sich auf unterschiedliche Weise dem Zusammenhang von Digitalisierung und Erwachsenenbildung näherten. In diesem Rahmen gestalteten auch Mitarbeiterinnen des Zentrums für Schlüsselkompetenzen der TU München, Susanne Lösel M.A. und Luise Poetzsch M.A. eine Arbeitsgruppe. Deren Teilnehmende beschäftigten sich 90 Minuten mit dem Thema Lehrvideos als digitale Unterstützung in der Präsenz- und Onlinelehre.

Was sind eigentlich Lehrvideos?

Haben Sie schon einmal einen Origami-Kranich gefaltet? Am Beispiel des Videos How to Kranich zeigten Frau Poetzsch und Frau Lösel, wie ein einfaches und typisch aufgebautes Lehrvideo aussehen kann.

Im Anschluss stellten Frau Poetzsch und Frau Lösel unterschiedliche Lehrvideoformate vor. Denn neben realen Live-Videos können auch Animationen oder die Legetechnik Anwendung finden. Bei der Legetechnik wird der Lerninhalt von einem Sprecher erklärt. Im Video werden einfache Zeichnungen oder Schlagworte passend zum Verlauf der Erzählung in das Bild geschoben. Durch die Zeichnungen können komplexe Zusammenhänge vereinfacht dargestellt werden. So könnte etwa ein Geldsack die Finanzierung einer Bildungseinrichtung verdeutlichen. Ein Screencast ist ein Video, in welchem die Abläufe am Computerbildschirm wiedergegeben und beschrieben werden.

Was ist bei der Gestaltung eines Lehrvideos zu beachten und wofür ist es überhaupt gut?

Die Moderierenden stellten Aspekte vor, die ein gutes Lehrvideo kennzeichnen. So sollten die Videos ungefähr eine bis maximal drei Minuten lang sein und eine übersichtliche Struktur aufweisen. Neben der sprachlichen Anpassung an das Ziel sollten die Videos auch Begeisterung und Motivation wecken, abwechslungsreich sein und den Zuschauern Transfer bieten.

Eingesetzt werden können Lehrvideos zum Beispiel als abwechslungsreiche Alternative zu einem Inputblock, als Einstieg in ein Thema oder sogar, um Lerninhalte zugunsten von Raum für Diskussion komplett auszulagern.

How to Lehrvideo - Von der Idee zum fertigen Film

Kann man ein Lehrvideo in 30 Minuten erstellen? Man kann!

Um das zu beweisen, fanden sich die Teilnehmer in Kleingruppen zusammen. Mithilfe eines Handouts, auf welchem drei Schritte bis zum fertigen Film skizziert waren, näherte sich jede Gruppe ihrem eigenen Lehrvideo an.

Im ersten Schritt, der Ideenfindung, stellte sich jede Kleingruppe die Frage, welchen Prozess sie darstellen möchte und welche Lehr-/Lernziele sie verfolgt. Auch das Lehrvideoformat soll in diesem Schritt festgelegt werden.

Im zweiten Schritt fertigten die Kleingruppen ein Storyboard an. In diesem wird der Sprechtext jeder Szene festgelegt und das Setting kurz visualisiert. Dazu erhielten die Teilnehmenden die Gestaltungsprinzipien nach Richard E. Mayer. Darin wird beispielsweise die Bedeutung eines personalisierten, menschlichen Sprachstils hervorgehoben. Durch die Anrede in der ersten oder zweiten Person kann in einem Lehrvideo eine natürliche Kommunikation hergestellt werden.

Film ab! Hieß es für die Gruppen dann im dritten Schritt, in welchem sie ihr Video drehen und vertonen sollten. Dazu stellten Frau Poetzsch und Frau Lösel jeder Gruppe ein Tablet zur Verfügung.

Vorstellung der Ergebnisse

Nach 30 Minuten hat es jede Kleingruppe geschafft, ein Lehrvideo zu drehen. Die Formate und Themen, die daraufhin vorgestellt wurden waren sehr unterschiedlich. Neben Videos zu How to Spagetthi oder How to Schnürsenkel binden fand sich auch ein Video mit Kurzinformation zu EPALE.

Frau Poetzsch und Frau Lösel führten die Gruppe anhand einer kurzen Inputphase, einer Diskussion und einer gut geplanten Arbeitsphase durch den Workshop. Die Teilnehmenden selbst hatten Spaß an der Umsetzung und waren überrascht von den guten Ergebnissen, die selbst in kurzer Zeit erzielt werden können. Lehrvideos können also sehr schnell erstellt werden und bieten sehr viele Möglichkeiten, die eigene Lehre abwechslungsreich, spannend und gleichzeitig informativ zu gestalten.


Lesen Sie hier mehr zu den anderen Arbeitsgruppen, die im Rahmen des Bamberger Forums stattgefunden haben, oder informieren Sie sich weiter zum Thema Digitalisierung auf EPALE!

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