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Attraktive Seminarmethoden pro Europa

30/04/2019
by Michael Sommer
Sprache: DE

Lesedauer circa 3 Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


Sich für Europa einsetzen? Seminare über Europa attraktiv gestalten? In der Erwachsenenbildung sind da gute Ideen gefragt – Methoden, die für verschiedene Zielgruppen passen, interessant, abwechslungsreich und nicht zuletzt auch wirkungsvoll sind. Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke hat eine Sammlung solcher Methoden erarbeitet und auf ihrer Homepage veröffentlicht. Die Methoden eignen sich für die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen. Die beiden Autorinnen Melanie Gehenzig und Veronika Schniederalbers haben nach geeigneten Methoden recherchiert und insgesamt 18 Angebote als PDF systematisch so aufbereitet und mit Kopiervorlagen versehen, dass man sie direkt in der Seminararbeit einsetzen kann.

Gegen Mythen und Vorurteile

Zum Beispiel „Europa-Stammtisch“: Die Teilnehmenden setzten sich mit Mythen und Vorurteilen zur EU auseinander.  DIN-A-4-Blätter mit den gängigsten EU-Mythen und Vorurteilen (z.B. „Deutschland ist Zahlmeister Europas.“ – „Das Europäische Parlament ist ein Wanderzirkus“ oder „Brüssel ist ein Bürokratiemonster“ werden im Raum ausgelegt. In Kleingruppen sollen sie sich zunächst darüber austauschen, was sie zum jeweiligen Vorurteil schon einmal gehört haben und inwiefern sie glauben, dass es stimmt. Im Anschluss erfolgt der Realitätscheck. Entweder mit Eigenrecherche oder vorbereiteten Materialien sollen die Arbeitsgruppen ein Plakat zu „ihrem“ Mythos erstellen und im Anschluss im Plenum präsentieren. Diese Methode haben die Autorinnen aus dem Projekt "Young European Professionals" (YEP) der Bundeszentrale für politische Bildung entnommen und aufbereitet.

Quiz mit den Online-Tool „Kahoot“

Oder „Europa-Quiz“: Hier erstellen die Teilnehmenden ein Quiz im Stil von „Wer wird Millionär“ und spielen ihn durch: Es gibt eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten, bei der drei falsch sind und eine richtig ist. Ihre Fragen und Antworten schreiben sie auf Karteikarten und geben sie der Seminarleitung. Diese füttert damit das das Online-Tool „Kahoot“ (kahoot.com). Nach der Pause spielen die Teams gegeneinander das Quiz. Gespielt werden kann im Team-Modus oder als Einzelspieler mit einem Smartphone.

Eine neue EU entsteht in „Eurotopia“

Ebenso beliebt und gut geeignet sind Planspiele, wie etwa „Eurotopia“. Das Spiel wurde als Projekt von der Agentur „Jugend für Europa“ entwickelt. Das Setting sieht vor, dass Teams für die Besiedlung eines neu entdecken, unbewohnten Kontinents für die EU Gesellschaftsmodelle entwickeln sollen. Diese werden in einer Abschluss-Talkshow vorgestellt und diskutiert. 

Für den Einstieg in ein Seminar ist die Foliensammlung der EU zu empfehlen, die von der EU erarbeitet und ständig aktualisiert wird. Die Folien sind einfach und zweckmäßig gestaltet, und man erspart sich als Seminarleitung, selbst mühselig aktuelle Fakten über die EU zusammenzusuchen.

Neben den ausgewählten und empfohlenen Methoden weisen die Autorinnen noch auf weitere, sinnvolle Methodensammlungen und Projekte hin, wie z.B. dem „Wahlomat“ der zur EU-Wahl der Online-Zeitschrift politico.eu.

Die AKSB – Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V. (AKSB e.V.) – ist eine bundesweit tätige katholische Fachorganisation der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung in katholischer Trägerschaft. Rund 60 katholische Akademien, Bildungseinrichtungen, Vereine und Verbände engagieren sich in der Arbeitsgemeinschaft. Ziel der politischen Bildungsarbeit der AKSB ist es, zu demokratischem Handeln zu befähigen und europäische wie auch internationale Zusammenarbeit zu fördern. Die Angebote richten sich an alle Interessierten, unabhängig von politischer, weltanschaulicher, religiöser und kultureller Zugehörigkeit.

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EPALE-Botschafter Michael Sommer
Über den Autor:

Dr. Michael Sommer ist Diplom-Journalist und war fünf Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter für Journalistik und Pädagogik. Seit 1993 ist er für die Akademie Klausenhof und die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland (KEB) als Journalist, Pressereferent, verantw. Redakteur der Zeitschrift „Erwachsenenbildung“, in der medienpädagogischen Bildungsarbeit und in europäischen Projekten tätig. Er ist des Weiteren EPALE Botschafter.


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