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Ein eingespieltes Team als Erfolgsgarant?

16/12/2019
от Stefanie Bauer
Език: DE

Lesedauer circa vier Minuten - Lesen, liken und kommentieren!


Ein eingespieltes Team als Erfolgsgarant?

Kooperative Zusammenarbeit und geschickte Netzwerkorganisation gelten oft als Zauberformel, um aktuelle Herausforderungen der Arbeitswelt zu bewältigen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt das Zusammenarbeiten in interdisziplinären und multiprofessionellen Teams und regionalen Verbünden im Praxisalltag der Erwachsenenbildung und Weiterbildung zunehmend an Bedeutung und ist teilweise bereits ein selbstverständlicher Bestandteil alltäglicher Praxis. Gleichwohl weiß man in der Forschung noch relativ wenig darüber, wie differenzierte Kooperationsformen genau funktionieren.

Genau diesem Bereich widmete sich das diesjährige Bamberger Forum für Erwachsenenbildung.


Bamberger Forum 2019


„Zusammenarbeiten?! Interdisziplinär – Multiprofessionell – Kooperativ“.

Zu diesem Thema trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zum gemeinsamen Austausch. Das Zusammenarbeiten in heterogenen Teams oder das Kooperieren in Netzwerken und regionalen Verbünden im Praxisalltag der Erwachsenenbildung und Weiterbildung ein selbstverständlicher Bestandteil. Zusammenarbeit bestimmt den Praxisalltag.

Gleichzeitig lässt sich in den letzten Jahren aber auch in den Diskursen über die Praxis der Erwachsenenbildung und Weiterbildung in der Beschreibung „multiprofessioneller und interdisziplinärer Zusammenarbeit“ eine normative Forderung interpretieren. Damit wird – auch aus einer steuerungspolitischen Perspektive heraus - eine gelingende und erfolgreiche Praxis assoziiert.

In der Forschung der Erwachsenenbildung und Weiterbildung weiß man insgesamt noch recht wenig über ausdifferenzierte Formen der Zusammenarbeit. Es ist auch noch nicht ausreichend erforscht, wie in der Kooperation multiprofessionelle und interdisziplinäre Perspektiven genutzt werden und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben.

Und auch im Praxisalltag fehlt häufig die Zeit, systematisch über damit verbundene grundlegende spannende Fragen nachzudenken: Wie werden unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit und Kooperation in Organisationen überhaupt „eingefädelt“? Welche Rolle spielen dabei multiprofessionelle bzw. interdisziplinäre Perspektiven? Welche informellen Strukturen bilden sich beim Zusammenarbeiten und Netzwerken heraus? Welche Herausforderungen stellen sich und wie werden diese bewältigt?

Diese Fragen waren Ausgangspunkt des dritten Bamberger Forums für Erwachsenen- und Weiterbildung am 23. November an der Universität Bamberg, das auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Nationalen Koordinierungsstelle von EPALE Deutschland stattfand.

Gemeinsamen Austausch ermöglichen

Wolfgang Jütte_Bamberger Forum 2019

Nach einer kurzen Einführung durch Prof. Julia Franz und Gaelle Gautier (EPALE Deutschland) wurde die Tagung mit dem Hauptvortrag zum Thema „Multiprofessionalität, Kooperationen und Netzwerke im Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis“ eröffnet.

Darin gab Herr Prof. Dr. Wolfgang Jütte von der Universität Bielefeld einen Einblick über seine empirischen und theoretischen Erfahrungen zu Praxen der Zusammenarbeit, der Kooperation und des Netzwerkens in der Erwachsenenbildung und Weiterbildung.

Im Anschluss daran fand der „Kulinarisch begleiteten Markt der Möglichkeiten“ statt. Forumsteilnehmende konnten sich Informationsstände von regionalen und überregionalen Bildungsanbietern ansehen – begleitet durch ein delikates Büfett. Mit diesem informell gehaltenen Anfangsaustausch sollten die Teilnehmenden die Möglichkeit erhalten, sich zwanglos „warm reden“ zu können, Kontakte zu knüpfen und dabei etwas Leckeres essen zu können. Im Anschluss daran wurde der Austausch in verschiedenen Arbeitsgruppen organisiert.

Austausch in mehreren Arbeitsgruppen

In den neun Arbeitsgruppen wurden Formen der Zusammenarbeit in Verbänden oder Unternehmen aus der Perspektive der allgemeinen Erwachsenenbildung, der betrieblichen Weiterbildung und der Organisationsberatung thematisiert.

Dabei wurde insbesondere in den Blick genommen wie dabei auftretende Interdisziplinarität und Multiprofessionalität in der Teamarbeit gefördert werden kann, beispielsweise durch achtsame und sensible Kommunikationspraxen oder durch spielbasierte Online Tools. Einen differenzierten Einblick zu den einzelnen Workshops liefern die Blogbeiträge der beteiligten Studierenden.

BAMFO 2019

Die Tagung wurde mit einer Bündelung der Tagesimpressionen zu den Inhalten, Gespräche, Begegnungen um 18.00 Uhr abgeschlossen. Frau Franz bedankte sich herzlich: zum einen bei EPALE für die gelungene Kooperation und zum anderen bei den Studierenden der Erwachsenenbildung für deren Engagement und Unterstützung in Form der Blog-Beiträge zu den jeweiligen Arbeitsgruppen.

Danach hatten die Teilnehmenden noch die Möglichkeit, den erkenntnisreichen Tag informell gemütlich – bei einem Glas Wein im Forum – Revue passieren zu lassen.

Vor dem Antreten der Heimreise hatten alle Teilnehmenden noch die Möglichkeit, Anregungen für die nächste Tagung in Bamberg zu geben: Dafür wurden Ideen und Wünsche auf einer Metaplanwand verewigt.

Man darf also auf das nächste Jahr gespannt sein…


Über die Autorinnen:

Prof. Dr. Julia Franz, Inhaberin der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung an der Universität Bamberg

Dr. Stefanie Bauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der der Professur für Erwachsenenbildung und Weiterbildung an der Universität Bamberg


Lesen Sie auch die Blogbeiträge zu den Arbeitsgruppen auf dem III. Bamberger Forum für Erwachsenen- und Weiterbildung 2019.
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